Mallorca 2006

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Der Veloplausch auf Mallorca vom 23. April bis 7. Mai 2006

Mittwoch 26. April 20006

Nach einem schönen Flug und einer harten Landung, wie auch schon, sind wir hier gut angekommen. Die erste Woche logieren wir im Hotel Perla in S’iIlot im Osten der Insel. Die ersten vier Tage sind ohne nennenswerte Ereignisse abgelaufen. Keiner ist bei einer Ampel auf rot umgefallen, weil er nicht rechtzeitig aus der Pedale kam. Keiner hat einem Kinderwagen ausweichen müssen und keiner ist in einem Gebüsch gelandet. Natürlich gibt es viele kleinere Geschichten und Gerüchte, Unwahrheiten, aber diese erscheinen dann im Bülacher Turner. Eines ist sicher, seit Gusti nicht mehr dabei ist, ist die Fahrweise etwas gesitteter und es wird kaum noch gekickt. Im Moment geniessen wir die schönen Ausflüge durch typische Landschaften und Dörfchen wie Arta, Cala Rajada, Manacor und so weiter. Ein Höhepunkt dieser Woche war sicher das pitoreske Dörfchen Petra. Dort befindet sich ein schöner Dorfplatz mit Springbrunnen und unzählige Gartenbeizen. Die Orangenschnitze sind legendär und auch die Spaghetti waren ausgezeichnet. Leider hat es inzwischen so viele Velofahrer, dass die Beizer keine Zeit mehr haben das Essen zu wärmen, schade.

Donnerstag 27.April 2006 (Tagesbericht.)

Leider war heute das Wetter schlechter als vorgesehen, und es war eher etwas feucht. Trotzdem gab uns Otti die Tagesetappe bekannt. Die Route führt uns über Serveza, Veterano, Carlos Primeros, Carajillo mit Höhepunkt auf Petra und den gleichen Weg zurück. Für mich war das alles etwas zuviel und ich konzentrierte mich auf Petra und den legendären Schnitze. Mir ist allerdings nicht bekannt , was die andern gemacht haben, ob der Plan eingehalten wurde oder nicht. Ich jedenfalls kam auf die Rechnung. Am Nachmittag war das Wetter auch wieder besser und ich kam trocken zurück ins Hotel.

Verfassser: Jacomo, Taliban, Vater Heutroekner ………

Nehmen wir einmal die älteren Kollegen unter die Lupe. Was diese hier leisten ist grossartig. Vor Mallorca fragte sich Otmar unser Präsident, mit wem er dann die Touren unternehmen werde. Da hier nur zwei Gruppen zustande kamen, schloss er sich wie auch Franz, Sepp und Hans Beer der weniger schnellen an. Das vorgeschlagene Tempo, meist von Otti und Xaver bestimmt, hielten sie locker mit. Da konnte man nur staunen und jedem ein Kränzchen winden. Eines Tages übernahm dann Sepp Santeler die Führung und siehe da er fuhr alle in Grund und Boden, sodass an seiner Sauberkeit gezweifelt wurde. Bei einer sofortigen Dopingkontrolle mit Zimmerkontrolle konnte aber keine unerlaubten Substanzen festgestellt werden. Hat er wohl eine neue Geheimwaffe, die in den Labors noch nicht festgestellt werden können.

In der zweiten Woche machte Sepp wieder Schlagzeilen indem er die Reissfestigkeit unseres neuen Tenues feststellen wollte. Aus noch ungeklärten Gründen ging er zu Boden, stand sofort wieder auf aber mit einem Loch in den Hosen. Zwei Tage später, einige Kilometer vor dem Hotel machte er in einer spitzen Kurve einen Fahrfehler und es tischte in ab und landete im Gebüsch. Nur dank Schutzengel war es nochmals glimpflich abgelaufen. Als sich seine Kollegen vom Schock erholt hatten, war Sepp schon über alle Hügel und Berge und war erst wieder im Hotel eingeholt worden. Eine Ärztliche Abklärung konnte keine schlimmere Folgen Feststellen.

 

Dienstag 2. Mai 06 

Eigentlich wäre es für mich Zeit gewesen einen Ruhetag einzuschalten, da ich aber gestern eher eine Erholungstour unternahm nützten wir heute die Gelegenheit die Königsetappe in Angriff zu nehmen. Wir waren sechs Fahrer die sich diese Tour zum Ziel machten. Für mich war es schon lange ein Wunsch diese Berge einmal erleben zu können. Es war eine eher happige Sache mit Hauspässchen, Soler, Calobra, Butsch Major, nochmals den Soller und dann noch das Hauspässchen als Abschluss. Wenn mir einer gesagt hätte die Strecke wäre 155 km mit ca. 3300m Steigung hätte ich abgewunken. Jetzt wo wir es geschafft haben sind wir natürlich glücklich und haben den Ruhetag einen Tag später doppelt genossen.  

Am Donnerstag war dann das Wetter so schlecht, sodass alle Fahrer einen verdienten Erholungstag einschalten mussten. Besonders gut tat uns das Sprudelbad obschon wir danach fix und fertig waren.

Freitag und Samstag war das Wetter wieder recht gut und wir konnten noch sehr schöne Touren unternehmen. Am Sonntag nach dem Frühschoppen beim Bayern, mit Brezel und Weisswurst und natürlich Musik „der Wolpertinger lebt noch“ ging’s wieder zurück in die Schweiz.  Zum zehnten Mal erlebten wir nun herrliche Veloferien auf dieser schönen Insel und das Lachseminar war jedes Mal inbegriffen. Danke Kari für die langjährige Organisation.

Berichterstattung und Bilder: Jakob Gehring

 
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Stand: 19. Mai 2008